|
|
|
Das Modell des römischen Trier Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört das Modell des römischen Trier für die Besucher zu den Attraktionen der Dauerausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier. Das Modell veranschaulicht die Gestalt des spätrömischen Trier um 360/370 n.Chr., als die konstantinische Ära gerade zu Ende gegangen war und eine zweite Blüte mit den ebenso bedeutenden Kaisern Valentinian und Gratian soeben erst begonnen hatte. Das Bild des spätrömischen Trier gibt den baulichen Niederschlag aller Phasen der römischen Stadtentwicklung von der Gründung bis zu ihrem letzten Höhepunkt im späten 4. Jahrhundert wieder. Die Phase der “Romanisierung”, das kulturelle Zusammenwachsen von Kelten und Römern im 1. Jahrhundert n.Chr. hatte noch weniger Spuren von Großbauten hinterlassen; die Straßenführung und die Bebauung der Häuser auf Insulae gehen in die Frühzeit zurück. Die “wirtschaftliche Blüte” des 2. und 3. Jahrhunderts erbrachte vor dem Hintergrund eines außerordentlichen Wohlstandes das Amphitheater, die Ruwerwasserleitung, Thermenanlagen, die Römerbrücke, die Stadtbefestigung mit der heute berühmten Porta Nigra, das Forum und verschiedene Tempel. Die “Kaiserresidenz” hob schließlich im 4. Jahrhundert Trier aus dem allgemeingültigen Maßstab für Städte des römischen Westens heraus. Die archäologische Forschung schreitet ständig voran. Die Ergebnisse fließen in das Modell ein - es wird aktualisiert, Stadtquartiere und Bauwerke mit verändertem Bild werden dem Kenntnisstand angepaßt. |